Bauinformationen


Informationen und Reaktionen aus den Medien!

- Landbote vom 7. März 2013 | Vier Blöcke statt drei

- Landbote vom 23. November 2011 | Keine Rekurse

- Landbote vom 18. Oktober 2011 | Wohnriegel dürfen gebaut werden

- Landbote vom 30. September 2011 | Neue Räume für Asylbewerber?

Landbote vom 21. Juli 2011 | Eine Goldgrube für Archäologen

Landbote vom 16. Juli 2011 | Eiszeitforscher

Landbote vom 9. Juli 2011 | Naturschutz machtlos

Radio Top vom 5. Juli 2011 | Rote Köpfe

Landbote vom 7. Juli 2011 | Und wo blieben die Stadträte

Landbote vom 27. Juni 2011 | 80 wollen Bauentscheid

Landbote vom 4. Juni 2011 | Anwohner suchen Kompromiss

tagesanzeiger.ch vom 21.05.2011 | Wohnblocks mitten im grünen Tal

Landbote vom 20. Mai 2011 | Wohnen statt wandern

 

 

Leserbrief vom 8. Juni | Zug ist abgefahren | Winterthurer Zeitung

Leserbrief vom 5. Juni | Dättnauer Betonriegel | Landbote

Leserbriefe vom 25. Mai | Wann ist's genug | Landbote

Leserbriefe vom 24. Mai | Vielleicht bleibt doch noch eine Chance | Landbote

Leserbriefe vom 23. Mai | Wie die Faust aufs Auge | Landbote

 

 


Immobilienfirma lässt Dättnauer abblitzen

Hier das PDF der Printausgabe!

 

Lesen Sie den Artikel im Landboten vom 5. Juli 2011

Winterthur Stadt, Töss

 

Immobilienfirma lässt Dättnauer abblitzen

 

Die Anlagestiftung, die im Dättnau drei riesige Wohnblöcke bauen will, lässt nicht mit sich reden. Ihr Chef erteilte dem Begehren der Anwohner, das Projekt zu sistieren oder zu ändern, eine klare Absage.

 

Jörg Koch blieb hart. Es gebe keinen Anlass, an der geplanten Grossüberbauung im Dättnau noch etwas zu ändern oder gar vom Projekt Abstand zu nehmen, sagte der Chef der Immobilienfirma Pensimo Management AG gestern Abend an einer Informationsveranstaltung in der Freizeitanlage Dättnau. Das sahen die meisten Anwesenden anders: Im mit über 100 Personen hoffnungslos überfüllten Raum entlud sich ein Donnerwetter des Frusts und des Ärgers über den Projektverantwortlichen. Koch jedoch lobte in einer kurzen Rede das gigantische Bauprojekt des ebenfalls anwesenden Architekten Jakob Steib. Seine Firma verfolge das Ziel, 20 bis 25 Prozent billiger zu bauen als sonst üblich, um so günstigen Wohnraum zu schaffen. Preisgünstiger Wohnungsbau sei im Interesse der Vorsorgeeinrichtungen, in deren Auftrag er baue, aber auch im Interesse der Menschen in Winterthur, gerade auch junger Familien. Weniger diplomatisch ist die Mission von Pensimo auf der Website des Unternehmens formuliert. Die Firma handle «im ausschliesslichen Interesse ihrer Anleger», heisst es dort.

 

Der Leiter der städtischen Baupolizei, Fridolin Störi, betonte, das Projekt sei «juristisch korrekt und nach bestem Wissen und Gewissen» aller Beteiligten entstanden. «Die Stadt war damals der Überzeugung, ein sinnvolles Vorhaben zu unterstützen.» Dass sich die Ansichten mittlerweile vielleicht geändert haben, spiele keine Rolle, denn im Sinn der Rechtssicherheit könnten «die Regeln des Fussballmatchs nicht in der Halbzeit geändert werden». Gleich argumentierte Peter Keller, Verwaltungsratspräsident der Keller AG Ziegeleien, die das Bauland vor Wochenfrist der Pensimo AG verkaufte, wie Keller gestern sagte. Er rief den Anwesenden die lange Geschichte des Megaprojekts ins Bewusstsein: Bereits 1994 ging es als Sieger aus einem öffentlichen Wettbewerb hervor. Der geforderte Gestaltungsplan wurde 1995 eingereicht, jedoch erst 2005 genehmigt. In seinen Erläuterungen führte Keller auch den einen oder anderen Seitenhieb gegen die Stadt. Beispielsweise hielt er fest, die grosse Nähe der neuen Wohnblöcke zum renaturierten Dättnauerbach (Ausnahmebewilligung!) sei nicht der Bauherrin anzulasten: «Der Bach kam in der Planung erst nach den Häusern, nicht umgekehrt.» Auch bei der Planung des heute aus allen Nähten platzenden Schulhauses habe die Stadt bereits genau über das Bauvorhaben Bescheid gewusst.

 

«Bitte keine Einsprachen»

Die Stadt habe keinen Grund, das Projekt nicht zu bewilligen, sagte Störi. Er appellierte an die Anwesenden, auf Einsprachen zu verzichten; diese würden die Überbauung nur verzögern, nicht aber aufhalten können. Mit Einsprachen gegen die drei Gebäude von 138, 98 und 59 Metern Länge ist indessen zu rechnen. 81 Interessierte haben den Bauentscheid verlangt – Rekord! –, was sie zur Einsprache berechtigt. Die Argumente der Redner vermochten gestern die wenigsten Zuhörer zu überzeugen. «Mir ist egal, was 1994 war, jetzt haben wir 2011, und niemand will hier so ein Ghetto haben», sagte eine Anwesende. Andere Veranstaltungsteilnehmer kritisierten, die Stadt habe für alles Mögliche Geld, nur nicht für eine Auszonung, mit der die schöne Natur im Dättnauertal hätte gerettet werden können.

 

Christian Gurtner

 


Info-Veranstaltung am 4. Juli 2011

Liebe Dättnauerinnen und Dättnauer

 

Die Info-Veranstaltung fand am 4. Juli 2011, um 17.30 Uhr, in der Freizeitanlage statt. Es waren folgende Institutionen vertreten:


Baupolizei (Amtschef Herr Dr. Fridolin Störi)
Pensimo AG (CEO Herr Jörg Koch)
Architekt der Überbauung (Herr Jakob Steib)
Keller Ziegelei (Herr Peter Keller)

 

Die Themen waren:

17.30    Begrüssung der Gäste, Vorstellung der Teilnehmer | Jörg Koch

17.35    Präsentation Pensimo Gruppe | Jörg Koch

17.45    Projektpräsentation | Jakob Steib

18.00    Rückblich Geschichte Areal Keller Ziegelei | Peter Keller

18.10    Baurechtliche Situation | Fridolin Störi

18.15    Fragen und Antworten

 

 


Musterbrief von Frau Pearl Pedergnana

Hier ein anonymisierter Musterbrief, der in den Originalantwort von der Vorsteherin des Departements Bau, Frau P. Pedergana, unterschrieben wurde. 

 

 

 


Das meint die Bevölkerung zur Überbauung!

 

 


Riesige Arealüberbauung im hinteren Dättnau!

Liebe Dättnauerinnen und Dättnauer

 

Vielleicht haben Sie das Baugespann auf einem Spaziergang auch gesehen? Vis-à-vis der neu erstellten Bushaltestelle „Dättnau“? Dort plant die Anlagestiftung Turidomus eine umfangreiche Arealüberbauung mit 82 Wohnungen und 21 Einzelzimmern, mit einer Tiefgarage mit 57 Parkplätzen und 29 offenen Parkplätzen direkt bei der Bushaltestelle. Von insgesamt drei geplanten Gebäuden soll allein der mittlere Block über 130 Meter lang werden! Das Bauvorhaben steht genau auf den erst kürzlich teuer erstellten Spazierwegen am Dättnauerbach – Wege also, die für die gesamte Bevölkerung erstellt wurden und mit diesem Projekt bereits wieder hinfällig werden! Zudem: Die Garagenabfahrt befindet sich in unmittelbarer Nähe des neuen Kindergartens! Lärm, Abgase und Mehrverkehr – nicht nur durch die Dättnauerstrasse Richtung Stadt – sondern auch durch das empfindliche Naturschutzgebiet am Dättnauer Weiher vorbei Richtung Neuburg sind vorprogrammiert! Unsere Kinder, die Natur und das Landschaftbild werden nachhaltig gefährdet!

 

Wollen Sie das? Der Quartierverein und viele Dättnauerinnen und Dättnauer findet ganz klar: Nein!

 

Wir danken allen, die einen baurechtlichen Entscheid angefordert haben. Hoffentlich gibt es noch einsichtige Behörden und Bauherren. Wir halten die Dättnauer-Bevölkerung auf dieser Seite auf dem Laufenden.

 

 


Pro Natura zum Raumkonzept Schweiz

MEDIENCOMMUNIQUE

Basel, 28. Juni 2011


Eine weitere unverbindliche Auswahlsendung

Zum Ende der Konsultation kritisiert Pro Natura das Raumkonzept Schweiz als eine unverbindliche Auswahlsendung von Zielen und Empfehlungen zum künftigen Umgang mit dem Boden. Damit wird der Landschaftsfrass leider nicht gestoppt. Es braucht für Gemeinden und Kantone verbindliche und griffige Vorgaben des Bundes.


Die Ziele und Absichten von Bund, Kantonen und Gemeinden im Raumkonzept Schweiz sind hehr. Pro Natura ist mit dem Inhalt grösstenteils einverstanden und begrüsst die Stossrichtung. Jedoch - dies der Hauptkritikpunkt - ist das Raumkonzept nicht mehr als ein weiteres Strategiepapier im Bereich Raumplanung, das für die entscheidenden Stellen - Gemeinden und Kantone - leider unverbindlich ist. Daran wird die Umsetzung des Konzepts scheitern. 

Ein weiteres Problem des Konzepts ist sein Charakter einer Auswahlsendung: Die Ziele und Empfehlungen konkurrenzieren sich teilweise, dem Sammelsurium an Vorschlägen fehlt eine klare Priorisierung zugunsten eines haushälterischen Umgangs mit den Ressourcen Boden und Landschaft. Beispiel: Wenn ein Gebiet laut Konzept für Wohnen, Tourismus, Land- und Waldwirtschaft, aber auch für Dienstleistung und Gewerbe genutzt werden soll, dabei aber angesichts der Empfindlichkeit der Landschaft dem Gleichgewicht von Schutz und Nutzung grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden soll, findet jeder und jede etwas, um sich darauf zu beziehen. 

Ein immer grösser werdender Teil der Bevölkerung stört sich an der fortschreitenden Zersiedelung des Landes und an der Trägheit der Behörden, die zu wenig Konkretes gegen diese Misere unternehmen. Sowohl die Biodiversität wie auch die Landschaft geraten immer stärker unter Druck, die Lebensqualität leidet. Dabei liegt das wirksame Gegenmittel seit bald drei Jahren auf dem Tisch: Mit der im August 2008 eingereichten Landschaftsinitiative liefert Pro Natura zusammen mit 17 anderen Organisationen und Parteien griffige und verbindliche Massnahmen gegen die fortschreitende Zersiedelung. Aktuell ringt das Parlament um einen indirekten Gegenvorschlag zur Initiative.

Pro Natura fordert vom Parlament, die Debatte über den Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative - die Revision des Raumplanungsgesetztes - so rasch wie möglich mit wirksamen Instrumenten zum Abschluss zu bringen. Konkret braucht ein künftiges Raumplanungsgesetz eine Limitierung der Bauzonen und eine verbindliche Regelung zur Mehrwertabschöpfung.

Internet:
http://www.pronatura.ch/landschaften-fuers-leben
http://www.landschaftsinitiative.ch
http://www.pronatura.ch/aktuell